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Weisheitszähne entfernen – muss das wirklich sein?

Auch wenn ich Sie nun enttäuschen muss, wer mehr Weisheitszähne im Kiefer angelegt hat, verfügt nicht automatisch über mehr Weisheit. Die Begrifflichkeit leitet sich entwicklungsgeschichtlich aus früheren Epochen ab. Damals galt man, aufgrund der geringeren Lebenserwartung, bereits als 25 – 30 jähriger Mensch als alt und weise und verband daher den Durchbruch der letzten Zähne im Kiefer mit diesem Alter.

Was sind Weisheitszähne?
Bei Weisheitszähnen, im Fachjargon auch als Achter bezeichnet, handelt es sich um Zähne, welche noch hinter den „normalen“ hinteren Backenzähnen angelegt sind. Hierbei gibt es eine große Varianz bezüglich der Anzahl der angelegten Zähne. Teilweise sind die Weisheitszähne gar nicht angelegt, teilweise besteht eine Anlage von ein bis vier Zähnen und in besonderen Fällen gibt es eine noch größere Anzahl an zusätzlichen Zähnen.

Wieso gibt es eine Empfehlung zur Entfernung der Weisheitszähne?
Weisheitszähne sind per se sinnvoll, denn Sie ermöglichen – wie alle anderen Zähne – das Kauen von Nahrung. Durch die evolutionäre Entwicklung allerdings, wird der menschliche Kiefer immer kleiner, weshalb die Weisheitszähne bei den meisten Menschen keinen Platz mehr im Mund finden. Die Achter versuchen trotzdem ihren Weg in die Mundhöhle zu finden, lösen dabei Knochen auf, richten ihre Kraft gegen Nachbarzähne und können beim kläglichen Durchbruchsversuch Entzündungen verursachen. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, besteht die Empfehlung der prophylaktischen Weisheitszahnentfernung in medizinisch indizierten Fällen.

Wann sollte ich meine Weisheitszähne entfernen lassen?
Es gibt im Groben zwei verschiedene Zeitpunkte, zu welchen eine Weisheitszahnentfernung sinnvoll ist. Wichtig ist bei beiden Zeitpunkten allerdings, dass Sie im Anschluss etwa eine Woche zum Auskurieren haben. Geeignet sind daher insbesondere Schul- oder Semesterferien. Beim ersten Zeitpunkt handelt es sich um die prophylaktische Weisheitszahnentfernung, die vor dem 25. Lebensjahr durchgeführt werden kann. Durch die frühzeitige Entfernung, häufig bereits im Rahmen der kieferorthopädischen Behandlung, wird dem wissenschaftlichen Konsens gefolgt, wonach ein regelrechtes Durchbrechen der Weisheitszähne bei der heutigen Gebissentwicklung unwahrscheinlich erscheint. Hierdurch können Symptome wie Schwellung, Schmerzen, Eiterbildung und allgemeine Entzündungen im Bereich der Weisheitszähne verhindert werden. Sofern die Weisheitszähne nicht vor dem 25. Lebensjahr entfernt wurden, sollten sie hauptsächlich bei Beschwerden oder Auffälligkeiten im Röntgenbild entfernt werden. Insbesondere bei Kontakt zwischen dem im Knochen gelegenen Zahn und der Mundhöhle, kann es zum Weiterleiten von Bakterien Richtung Zahn kommen, wodurch sich der Zahn infiziert. Die Folge ist eine Entzündung des Zahnes, des umliegenden Kieferknochens und der Schleimhaut. Dies kann in der Entwicklung eines Abszesses, also einer Schwellung mit Eiterbildung, gipfeln. Auch im Röntgenbild gibt es Zeichen eines erschwerten Durchbruchs, wie eine Zystenbildung inkl. Auflösung des umliegenden Knochens.

Können die Weisheitszähne zu früh entfernt werden?
Häufig findet die Entfernung der Weisheitszähne vor oder im Rahmen der kieferorthopädischen Behandlung statt, um den Behandlungserfolg gewährleisten zu können. Aus chirurgischer Sicht ist es allerdings deutlich schwieriger Weisheitszähne schon in jungen Jahren, wie etwa dem zwölften Lebensjahr zu entfernen, da zu diesem Zeitpunkt normalerweise kein Wurzelwachstum der Weisheitszähne stattgefunden hat, wodurch sie sich beim Versuch der Entfernung wie kleine Murmeln verhalten. Dadurch kann man die Zähne deutlich schlechter greifen und es besteht ein erhöhtes Risiko, dass sich die Zähne in das umliegende Gewebe bewegen. Wir empfehlen daher eine Entfernung nach beginnendem und vor dem abgeschlossenen Wurzelwachstum, das entsprechende Alter ist hierbei individuell, beträgt allerdings häufig etwa 14 Jahre, genau kann dies jedoch nur anhand des Röntgenbildes beurteilt werden.

Welche Methoden machen die Weisheitszahnentfernung sicherer?
Einerseits ist der oben beschriebene Zeitpunkt relevant, andererseits kann man vor der Entfernung eine 3D-Bildgebung durchführen. „Normale“ Röntgenbilder zeigen lediglich eine zweidimensionale Aufnahme, wodurch Überlagerungen entstehen und die exakte Position der Zähne im dreidimensionalen Raum nicht sicher bestimmt werden kann. Hier verlässt man sich bei der chirurgischen Entfernung auf Erfahrungswerte und das klinische Bild. Möchte man jedoch sichergehen oder sieht im zweidimensionalen Bild bereits die Nähe des Zahnes zum Nerv, kann bzw. sollte eine dreidimensionale Bildgebung erfolgen. Hierbei haben wir in unserer Praxis ein sogenanntes DVT, welches eine dreidimensionale digitale Volumentomographie anfertigt. Hierdurch kann die Exakte Zahnposition bestimmt und bei der Entfernung berücksichtigt werden. Die Strahlenbelastung ist dabei deutlich niedriger als bei einem CT, da nur ein kleiner Bereich des Körpers bestrahlt wird. Letztendlich ist das Ergebnis und der reibungslose Ablauf abhängig vom Operateur. Durch den großen Erfahrungsschatz, auf welchen der erfahrene und ausgebildete Oralchirurg Dr. Pham zurückgreifen kann, können Sie sich stets gut betreut und versorgt fühlen.

Wie werden Weisheitszähne entfernt?
Nach der röntgenologischen Bildgebung, ggf. inklusive 3D-Bildgebung, und entsprechender chirurgischer Aufklärung, erfolgt die Entfernung der Weisheitszähne normalerweise in Lokalanästhesie. Bei starker Angst ist auch eine Entfernung in Vollnarkose zum Selbstkostenbeitrag möglich. Prinzipiell empfehlen wir Ihnen im Rahmen der prophylaktischen Weisheitszahnentfernung die Entfernung aller Weisheitszähne in einem Termin. Anschließend erhalten Sie von uns einen Termin zur Kontrolle und zur Fadenentfernung, ein Schmerzmittel und ggf. ein Antibiotikum.

Wieso sind wir die richtige Praxis für Sie?
An erster Stelle steht für uns grundsätzlich der Zahnerhalt, erachten wir also eine Entfernung der Zähne als nicht sinnvoll und medizinisch fragwürdig, werden wir dies offen mit Ihnen Besprechen. Zudem liegt uns eine verständliche und ausführliche Aufklärung am Herzen, Sie können jederzeit Nachfragen stellen und dürfen sich ausreichend Bedenkzeit nehmen. Durch die Expertise des Oralchirurgen Dr. Pham und die Ausstattung unserer Praxis mit der Möglichkeit der dreidimensionalen Bildgebung, gibt es für jeden Patienten eine sichere Lösung der Zahnentfernung. Lassen Sie sich gerne bei uns in Bayreuth beraten!

 

Dr. Pham, M.Sc. & Kollegen

Herzlich Willkommen in der Mundgesundheitspraxis und Fachpraxis für Oralchirurgie von Dr. Pham, M.Sc. & Kollegen im Zentrum von Bayreuth.

Wir sind eine Zahnarztpraxis für jedes Alter und bieten Spezialtermine für ganze Familien an.

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